Bildung für die sozial-ökologische Transformation!

Bildung für die sozial-ökologische Transformation!

Bildungsangebote sind ein wichtiger Baustein der Arbeit des Konzeptwerks. Wir glauben, dass möglichst viele und besonders junge Menschen die nötigen sozial-ökologischen Transformationen von Wirtschaft und Gesellschaft mitgestalten sollten. Diese Transformation verstehen wir als offenen Prozess – sowohl die Probleme als auch die Lösungsansätze sind komplex und es gibt keine einfachen Antworten. Aber schon heute existieren viele interessante Ansätze, kluge Ideen und erprobte Alternativen. Wir wollen einen Raum bieten, um diese Ideen kennen zu lernen, zu reflektieren und zu diskutieren und sie angepasst an die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse auszuprobieren. So kann Bildung aus unserer Sicht zur gesellschaftlichen Konfliktaushandlung und Lösungssuche beitragen.

Unsere Bildung für eine sozial-ökologische Transformation soll zu einem besseren Verständnis des Wirtschaftssystems und der mit ihm verbundenen Probleme führen. So möchten wir Menschen ermutigen, politische und gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten und sich überhaupt in die Diskussion um Lösungen für die aktuellen Krisen einzubringen. Weiterhin sind wir der Überzeugung, dass Bildung mehr sein muss, als die rein kognitive Vermittlung von Systemwissen und Nachhaltigkeitsstrategien. Wir verbinden daher Theorie und kritische Reflexion mit praktischen Tätigkeiten und dem direkten Erleben von sozial-ökologischen Wirtschaftsformen. Erst durch Beteiligung und persönliches Erfahren werden alternative Praktiken wirklich greifbar und im eigenen Alltag umsetzbar. Ebenso wichtig ist für uns die Auseinandersetzung mit unseren individuellen Rollen in der Gesellschaft und mit unseren Vorstellungen von einem guten Leben. Die Förderung von persönlichen Ressourcen wie etwa Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit, Genussfähigkeit und Solidarität spielen daher eine große Rolle in unserer Arbeit. Zusammenfassend versuchen wir (junge) Menschen für nachhaltige Lebensstile und für gesellschaftspolitisches Engagement für sozial-ökologische Transformationen zu sensibilisieren.

In diesem Sinn beziehen wir uns auf zwei pädagogische Leitbilder. Einerseits steht unsere Arbeit im Kontext des Globalen Lernens und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Wir teilen deren Ziele: Die Vermittlung von Wissen über globale Zusammenhänge und Probleme und – darauf aufbauend – die Förderung  von Gestaltungskompetenz.

Darüber hinaus verorten wir uns im Feld der Sozioökonomischen Bildung, die wirtschaftliche Zusammenhänge nicht allein aus einer klassischen volkswirtschaftlichen Perspektive betrachtet, sondern soziale, philosophische und ökologische Fragen miteinbezieht. Der Blick auf Machtverhältnisse innerhalb von Wirtschaftsstrukturen spielt dabei eine besondere Rolle. Diese spiegeln sich wider in verfestigten postkolonialen Strukturen, in einer permanent Ungleichheit verschärfenden Weltwirtschaft sowie in den unterschiedlichen Teilhabemöglichkeiten von Menschen innerhalb einer Gesellschaft.

Schließlich fühlen wir uns dem Beutelsbacher Konsens verpflichtet. Unsere Bildungsarbeit und -materialien sind transparent gestaltet. Wir streben ein hohes Maß an Kontroversität an, um durch unsere Arbeit eigenständige Meinungsbildung zu fördern und zu ermöglichen.

Unser Themenspektrum reicht von der Ebene der gesellschaftlichen und politischen Organisation von Wirtschaft, über die Rolle von Unternehmen, bis hin zu kleineren kollektiven Formen des Wirtschaftens und zur Frage des individuellen Denkens, Fühlens und Handelns. Einen Schwerpunkt legen wir auf das Hinterfragen von Wirtschaftswachstum als zentrales Paradigma gesellschaftlicher Aktivitäten, welches mit einer nachhaltigen Gesellschaft nicht vereinbar ist, und auf Konzepte für eine Degrowth- oder Postwachstumsökonomie. Darüber hinaus geht es uns aber allgemeiner um einen gemeinsamen Suchprozess nach Bausteinen für eine Wirtschaftsform, die allen Menschen weltweit gleiche und möglichst umfassende Entfaltungsmöglichkeiten bietet, und zwar innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten.

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Telefon: 0341/39281686
Email: bildung[at]knoe.org

Die Bildungsarbeit wird unterstützt durch
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Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst