Care und Postwachstum

Wirtschaft ist Produktion, Lohnarbeit und der Finanzmarkt – oder? Nein: Wirtschaft umfasst die Gesamtheit aller Arbeiten, eingeschlossen Kochen, Putzen, Waschen, die Begleitung von Kindern und das Sorgen für Pflegebedürftige. Doch für diese alltäglichen lebensnotwendigen Tätigkeiten fehlt heute oft die Zeit und das Geld. Um die Gesellschaft lebensfreundlicher zu gestalten, müssen wir diese Sorge-Arbeiten (Care) ins Zentrum des Wirtschaftens stellen. Gerecht verteilt. Unter fairen Bedingungen. Für ein gutes Leben für alle.
Um mitzugestalten, schau Dir unsere Pläne fürs kommende Jahr an:
 

MitMachKonferenz „Für den Wandel sorgen“

Im November veranstalten Care Revolution Leipzig und das Konzeptwerk eine MitMachKonferenz zum Thema Sorge-Arbeit und Postwachstum in Leipzig.
> Zur Seite der Konferenz

 

Regionalgruppe Leipzig des Netzwerks Care Revolution

Wir haben mit etwa 30 Personen eine Regionalgruppe des Netzwerks Care Revolution gegründet. Alle Menschen aus Leipzig oder Umgebung mit Lust auf das Thema Sorge-Arbeit sind herzlich zu unseren Treffen eingeladen. Informationen & Kontakt: care@knoe.org
> Mehr Infos auf der facebook-Seite von Care Revolution Leipzig

Care Revolution Leipzig trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat um 17 Uhr, in der Georg-Schwarz-Straße 19 (Kubu), 04177 Leipzig. Falls Du Kinderbetreuung brauchst oder andere Fragen hast, schreibe bitte an care@knoe.org!

 

Theater der Unterdrückten
Die Regionalgruppe Care Revolution Leipzig und die Autodidaktische Initiative laden zum „Theater der Unterdrückten“ ein. Im Theater der Unterdrückten machen wir auf Machtstrukturen aufmerksam. Wo und wie kümmern wir uns in unserem Alltag um andere und um uns selbst? Was davon begreifen wir als Arbeit? Was würden wir daran gerne ändern?
> Mehr Infos auf der Seite der Autodidaktischen Initiative

 

Das Netzwerk Care Revolution und das Konzeptwerk

Das Netzwerk Care Revolution setzt sich dafür ein, Sorge-Arbeiten und diejenigen, die sie ausführen, sichtbar zu machen. „Wofür wirtschaften wir eigentlich, wenn nicht für die Erfüllung unserer Bedürfnisse?“ – mit dieser Frage arbeitet das Netzwerk daran, deutlich zu machen, wie wichtig Altenpflegerinnen und Hausfrauen (ja, der Großteil der Sorge-Arbeiten wird noch immer von Frauen verrichtet) für unsere Gesellschaft sind. Außerdem stellt sich das Netzwerk gegen die Privatisierung der Sorge-Branche (Krankenhäuser, Pflegeheime) und insbesondere gegen die Profitlogik, die den Bereich mehr und mehr prägt. Denn Sorge-Arbeiten lassen sich nicht zugunsten von Gewinnerwartungen optimieren. Sie folgen ihrer eigenen Logik – für sie sind Zuneigung, Geduld und Zeit wichtig.

Neben unseren regionalen Aktivitäten arbeiten wir auch im bundesweiten Netzwerk Care Revolution mit. Außer der Unterstützung des Netzwerks in seiner bisherigen Arbeit ist es uns auch wichtig, die Themen Sorge-Arbeit und Degrowth zu verbinden.
Charlotte ist Teil des Ko-Kreises, der sich zwischen den halbjährlichen Netzwerktreffen um alle anfallenden koordinierende Aufgaben kümmert. Zugleich ist sie in der Bildung-AG aktiv, welche Informations- und Bildungsmaterial erarbeitet und bereitstellt. Felix arbeitet in der Strategie-AG mit, die sich u.a. Gedanken um die inhaltliche Gestaltung des Netzwerks in den kommenden Jahren macht. Außerdem ist er in der Finanz-AG, die versucht eine langfristige, solide Finanzierung des Netzwerks aufzubauen.

 

Das Projekt wird gefördert von